Weidezelt Beratung

Edelross Montageanleitung

Weidezelt Montage: So baust du deinen Weideunterstand richtig auf

Mit guter Vorbereitung, sauber ausgerichtetem Grundgerüst und korrekt gespannter Plane steht dein Weidezelt stabil, wetterfest und langlebig.

Ein Weidezelt lässt sich gut selbst aufbauen, wenn du strukturiert vorgehst und dir genug Platz sowie Zeit nimmst. Am besten funktioniert die Montage mit zwei bis drei Personen, trockenem Wetter und möglichst wenig Wind. Gerade beim Ausrichten des Grundgerüsts und beim Aufziehen der Dachplane ist es deutlich einfacher, wenn eine Person halten, eine Person führen und eine Person kontrollieren kann.

Die folgende Anleitung fasst die wichtigsten Schritte für den Aufbau zusammen. Je nach Größe, Ausstattung und Untergrund können einzelne Details abweichen. Kontrolliere deshalb vor dem Start immer die mitgelieferte Stückliste und lege alle Bauteile übersichtlich bereit.

Vorbereitung: Lieferung prüfen und Werkzeug bereitlegen

Bevor du mit der Montage beginnst, prüfe die Lieferung auf Vollständigkeit. Dazu gehören je nach Ausführung Panele, Dachbögen, Adapterhülsen, Druckstangen, Dachplane, Schellen, Gurte, Rohrkappen und die passenden Anker. Wenn Rückwandplane, Seitenplanen, Windschutznetze oder ein Tor mitbestellt wurden, lege auch diese Teile getrennt und gut erreichbar bereit.

Für den Aufbau brauchst du in der Regel ein Maßband, Schraubenschlüssel, Ratschen mit passendem Aufsatz, zwei stabile Leitern und einen Gummihammer. Für das Einschlagen von Erdankern ist je nach Boden eine Ramme oder ein Einschlageisen sinnvoll. Achte darauf, dass der Montageplatz eben, tragfähig und gut zugänglich ist. Je sauberer du am Anfang sortierst, desto ruhiger läuft der restliche Aufbau.

1. Panele am Montageort auslegen

Lege die Panele dort aus, wo das Weidezelt später stehen soll. Richte sie so aus, dass Seitenwände und Rückwand bereits ungefähr an ihrer späteren Position liegen. Dadurch erkennst du früh, ob genug Platz vorhanden ist, ob der Untergrund passt und ob die Öffnung in die richtige Richtung zeigt.

Bei einem Weidezelt für Pferde sollte die Öffnung gut erreichbar sein und möglichst nicht direkt zur Hauptwetterseite zeigen. Wenn du eine Rückwand oder Seitenverkleidung verwendest, plane diese Seite so ein, dass sie Wind und Regen sinnvoll abfängt.

2. Grundgerüst verbinden und exakt ausrichten

Beginne mit einer Längsseite und der Rückwand. Verbinde die Panele an den Ecken mit den passenden Doppelschellen. Ziehe die Schellen zunächst nur handfest an. Das ist wichtig, weil du das Gerüst in diesem Stadium noch ausrichten und korrigieren musst.

Miss anschließend sorgfältig nach. Die Breite vorne und hinten sollte gleich sein, und auch die Diagonalen müssen möglichst identisch sein. Miss immer von denselben Punkten aus. Wenn die Diagonalen nicht stimmen, steht das Grundgerüst nicht rechtwinklig. Das merkt man später besonders beim Aufziehen der Plane, weil sie sich dann schwerer faltenfrei spannen lässt.

Erst wenn das Grundgerüst gerade steht, ziehst du die Verbindungen fester an. Nimm dir für diesen Schritt bewusst Zeit. Ein sauber ausgerichtetes Grundgerüst ist die Basis für eine schöne Dachform, stabile Spannung und lange Haltbarkeit.

3. Weidezelt richtig verankern

Die Verankerung ist einer der wichtigsten Punkte beim Aufbau. Auf gewachsenem Boden wird das Weidezelt mit den mitgelieferten Erdankern und passenden Schellen befestigt. Die Anker werden so gesetzt, dass sie ausreichend tief im Boden sitzen und anschließend sicher mit dem Gerüst verbunden werden können. Bei befestigten Flächen wie Beton oder Asphalt werden passende Betonanker verwendet. Auch diese werden mit passenden Schellen mitgeliefert.

Nutze alle vorgesehenen Befestigungspunkte und sichere das Zelt nicht nur punktuell. So verteilt sich die Last gleichmäßig auf die Konstruktion. In besonders windreichen Regionen empfehlen wir zusätzliche Spezialanker. Diese werden mit einem Einschlageisen tief in den Boden getrieben und sitzen danach extrem fest. Beim Verriegeln können sie sich leicht wieder anheben - das ist normal und Teil der Funktionsweise.

Wenn der Untergrund sehr hart, sehr steinig oder sehr sandig ist, sollte die Verankerung vorab besonders sorgfältig geplant werden. Bei Unsicherheit beraten wir dich, welche Ankerlösung für deinen Standort sinnvoll ist.

4. Adapter einsetzen und Dachbögen vorbereiten

Als nächstes werden die Adapter bzw. Verbindungsstücke in die Seitenpanele gesetzt. Danach bereitest du die Dachbögen vor. Kontrolliere die Bögen auf scharfe Kanten oder raue Stellen, die später die Dachplane beschädigen könnten. Falls du solche Stellen findest, entferne oder glätte sie vor dem Aufziehen der Plane.

Hilfreich ist es, die Positionen der Druckstangen bereits am Boden an den Bögen zu markieren. Bei 4 m breiten Bögen liegen die Abstände typischerweise bei etwa 100 cm, bei 6 m breiten Bögen bei etwa 120 cm. Die genaue Position hängt von Ausführung und Größe ab. Wichtig ist, dass die Druckstangen später gleichmäßig sitzen und die Dachform sauber tragen.

5. Dachbögen aufsetzen

Setze nun die Dachbögen auf die vorbereiteten Adapter. Arbeite am besten von hinten nach vorne. Eine Person hält den Bogen, während die andere ihn aufsetzt und fixiert. Gehe Bogen für Bogen vor und kontrolliere immer wieder, ob alles gerade sitzt.

Die äußeren Bögen sind besonders wichtig, weil sie später die Plane führen und die Außenform bestimmen. Achte deshalb darauf, dass sie richtig positioniert sind und nicht verdreht montiert werden.

6. Druckstangen montieren

Die Druckstangen verbinden die Dachbögen und geben dem Dach seine Stabilität. Beginne mit der mittleren Stange am höchsten Punkt der Konstruktion. Dieser Punkt beeinflusst den späteren Neigungswinkel und die Spannung der Dachplane besonders stark.

Schiebe die Schellen auf die vorbereiteten Positionen und achte darauf, dass Klemmplatten und Bügel so sitzen, dass sie die Plane nicht beschädigen können. Die Druckstangen sollten leicht überstehen, aber nicht so weit, dass sie stören oder an der Plane reiben. Kunststoffkappen auf den Rohrenden schützen die Plane zusätzlich.

Ziehe zuerst die äußeren Bögen fest und danach die mittleren. Wenn alle Druckstangen montiert sind, kontrolliere sämtliche Schrauben und Verbindungen noch einmal. Erst danach sollte die Dachplane aufgezogen werden.

7. Rückwand oder Seitenverkleidung montieren

Wenn dein Weidezelt mit Rückwandplane, Giebelwand oder separaten Seitenverkleidungen ausgestattet ist, werden diese vor oder während der Planenmontage vorbereitet. Eine Rückwand wird meist in der Mitte beginnend eingehängt und anschließend nach außen ausgerichtet. Danach wird das Abspannrohr in den Hohlsaum geschoben und die Wand mit den Gurten gleichmäßig gespannt.

Separate Seitenplanen oder Windschutznetze werden außen an den seitlichen Panelen befestigt. Achte darauf, dass die Verkleidung gerade hängt und keine Gurte verdreht sind. Die Plane sollte Schutz geben, aber nicht unter unnötiger Spannung stehen.

8. Dachplane vorsichtig aufziehen

Beim Aufziehen der Dachplane ist Sorgfalt wichtiger als Geschwindigkeit. Öffne die Plane vorsichtig und achte darauf, dass keine scharfen Kanten, Schrauben oder rauen Stellen an der Konstruktion die Plane beschädigen. Rolle die Plane an einer Längsseite aus und falte sie so auf, dass der Hohlsaum gut erreichbar ist.

Schiebe die Abspannstange vorsichtig in den Hohlsaum. Achte darauf, bei Öffnungen oder Nähten nicht seitlich herauszukommen. Wenn die Stange vollständig sitzt, kann die Plane über die Konstruktion gezogen werden. Zwei Hilfsseile können diesen Schritt erleichtern. Noch schonender ist es, die Plane gleichzeitig mit der Hand zu führen und gleichmäßig über die Bögen zu schieben.

Wichtig: Ziehe die Plane nicht an den schwarzen Gurten über das Dach. Diese Gurte sind zum Spannen gedacht und können beschädigt werden, wenn man daran das gesamte Gewicht der Plane zieht.

9. Plane ausrichten und spannen

Wenn die Dachplane über der Konstruktion liegt, wird sie zuerst in Längsrichtung und Querrichtung ausgemittelt. Kontrolliere, ob sie auf beiden Seiten gleichmäßig weit herunterhängt und an den Ecken sauber sitzt. Erst dann wird die zweite Abspannstange eingeschoben.

Spanne die Plane langsam und abwechselnd. Beginne nicht an einer Seite komplett, sondern arbeite gleichmäßig vorne, hinten, links und rechts. So vermeidest du, dass sich die Plane verzieht. Wenn große Falten entstehen, ist die Plane meist nicht symmetrisch aufgezogen oder in Längsrichtung noch nicht gut genug ausgerichtet.

Ein leichtes und gleichmäßiges Spannen ist ausreichend. Zu starkes Nachspannen kann die Plane dauerhaft belasten. Besonders bei Temperaturwechseln arbeitet das Material: Bei Wärme wird die Plane etwas weicher, beim Abkühlen zieht sie sich wieder zusammen. Ständiges Nachspannen ist deshalb nicht sinnvoll.

10. Endkontrolle nach dem Aufbau

Nach der Montage solltest du alle Schrauben, Schellen, Gurte, Anker und Planenpunkte kontrollieren. Prüfe, ob das Weidezelt gerade steht, ob die Plane sauber gespannt ist und ob keine scharfen Kanten an der Plane anliegen. Kontrolliere auch, ob alle vorgesehenen Befestigungspunkte genutzt wurden.

Nach den ersten windigen Tagen ist eine kurze Nachkontrolle sinnvoll. Dabei geht es nicht darum, die Plane immer stärker zu spannen, sondern darum, Sitz, Anker und Verbindungen zu überprüfen.

Pflege und Nutzung nach der Montage

Ein Weidezelt ist für den ganzjährigen Einsatz gedacht, trotzdem solltest du es regelmäßig kontrollieren. Nach starkem Wind, Schnee oder längeren Schlechtwetterphasen lohnt sich ein Rundgang. Größere Schneeansammlungen sollten entfernt werden, damit die Konstruktion nicht unnötig belastet wird.

Verschmutzungen entfernst du am besten mit mildem Reinigungsmittel, Planenreiniger, Schwamm oder weicher Bürste. Aggressive Chemikalien und unnötig hoher Druck können die Plane beschädigen. Wenn Pferde an der Plane knabbern, solltest du früh Gegenmaßnahmen setzen, zum Beispiel durch Anpassung der Erreichbarkeit oder zusätzlichen Schutz.

Du bist unsicher beim Aufbau?

Wir beraten dich zu Standort, Verankerung, Größe und Montage. So steht dein Weidezelt von Anfang an richtig.

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